Ruppertsgrün, Ortsteil von Weißenstadt

im Regierungsbezirk Oberfranken gehörte zu Frankreich.
Seit dem Pariser Vertrag 1810*) gehört der Ort zu Bayern.
Das ehemalige Amt des preußischen Fürstentums Bayreuth fiel mit diesem im Frieden von Tilsit (1807) an Frankreich und wurde 1810 Bayern überlassen. Weißenstadt besaß wichtige magistratische Eigenrechte.
*) 1810 erhielt Bayern durch einen weiteren Vertrag mit Frankreich die Fürstentümer Bayreuth und Berchtesgaden sowie das Fürstentum Regensburg.

Rupppertsgrün, Ortsteil der Stadt Weißenstadt im Landkreis Wunsiedel am SW-Fuß des Waldsteins gelegen.

Erste urkundliche Nennung Ruprehtzgrün (= Rodungstätigkeit eines Rupprecht).1499 bestehend aus acht Höfen, frohnten die Bauern dem Amtmann zu Weißenstadt. Der Bauer Hans Richter tötete 1560 unbefugt einen Bären, er wurde von Markgrafen nicht bestraft, sondern zum Wildmeister zu Weißenstadt bestellt.

Der Dichter Jean-Paul Friedrich Richter ist ein Nachkomme dieser Familie.

Die Pest von 1525 und die Verheerung des 30jährigen Krieges dezimierten schwer die Einwohnerschaft, Bauern "von übern Waldstein" bauten das Dorf nach 1661 wieder auf.

Am 1. Mai 1840 brannten acht Gehöfe vollständig ab. Von 1818 bis zur Gebietsreform gehörten Ruppertsgrün, Weißenhaid, Schönlind, Hühnerhöfen zur politischen Gemeinde Voitsumra.

Durch die Gebietsreform kamen 1978 die selbständigen Gemeinden Franken und Voitsumra nach Weißenstadt.

Von Ruppertsgrün führt eine für den PKW im Sommer geöffnete Forststraße am Zellerfels und an der Saalequelle vorbei nach Zell.

Ruppertsgrün - von 1346 - 1912

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Zellerfels
Mächtige, über 15 m hohe Granitfelsenburg sie ist ca. 800 m in Richtung Zell von Ruppertsgrün entfernt. Er befindet sich am Südwest-Hang des Großen Waldsteins, am Nordweg von Gefrees zum Waldstein; 772 m ü. NN.
Die Südseite der imposanten Felsengruppe, die mitten im Hochwald liegt, ist durch Granitgewinnung stark beschädigt worden, weshalb sie als geschütztes ND ausgewiesen wurde. Der Zellerfels lag auf der Grenze des historischen Sechsämterlandes, heute führt an ihm die Landkreisgrenze Wunsiedel/Hof vorrüber. Westlich von ihm verläuft der im Landbuch der Sechsämter von 1499 erwähnte „Zeller Weg", eine alte Straßenverbindung von Weißenstadt über Zell nach Münchberg.

Der Große Waldstein

Saalequelle

Geht man den Weg weiter am Zellerfels vorbei, Richtung Zell kommt nach ca. 400 m an die Saalequelle

Jetzt Sächsische Saale genannt (früher auch thürin- gische oder vogtländische Saale) zur Unterscheidung von der Fränkischen Saale, die in Unterfranken in den Main fließt. Sie entspringt einem alten Stollen am Nordwest- Hang des Waldsteins im Münchberger Stadtwald in 707 m ü.NN. Am Haidberg bei Zell überschreitet sie die Grünschieferzone der Münchberger Gneismasse.


 Nach kurzem nördlich gerichtetem Lauf umfließt sie unterhalb von Weißdorf die Ruine Uprode in weitem nach Osten gerichteten Bogen. Von hier aus folgt sie der Bahnlinie Münchberg-Hof den weitgeschwungenen Windungen des Saaletales, das bei Schwarzenbach wieder in die Nord-Richtung einschlägt. Bei Fattigau nimmt die Saale die Lamitz auf, bei Oberkotzau die Schwesnitz, die am Oberlauf Perlenbach heißt. Südlich von Hof fließt ihr die obere Regnitz, nördlich der Stadt die untere Regnitz zu. Von Hirschberg bis Blankenstein bildet die Saale die Grenze gegen Thüringen. Nach einer Lauflänge von insgesamt 427 km mündet sie in die Elbe. Im Vergleich zu Eger, Main und Naab hat die Saale den geringsten Anteil an der Entwässerung des Fichtelgebirges.

Die Sächsische Saale entspringt einem alten Bergwerksstollen. An der aus rohen Granitblöcken geschichteten Mauer befindet sich eine Syenitplatte mit der Inschrift: „Quelle der Saale, gefaßt von den Städten Münchberg, Schwarzenbach, Hof, Weißenfels, Halle 1869". Die Initiative zur ersten Quellfassung ging damals von der Stadt Münchberg aus, die in der Platte erwähnten Städte beteiligten sich an den Kosten. Das gesamte Areal ist ein geschütztes Naturdenkmal. Die Quelle ist Ausgangsort des 427 km langen „Radwanderweg Saale".

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Dorfgemeinschaft